Schulhygienekontrollschlussbericht

Was lange wird, wird nicht immer gut. So bestehen in Einrichtungen wie Schulen, in denen Kinder und Jugendliche täglich miteinander umgehen und mit dem betreuenden Personal in engem Kontakt stehen nicht nur besonders günstige Bedingungen für die Übertragung von Krankheitserregern, sondern auch besondere Anforderungen an innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene laut Infektionsschutzgesetz. Des ungeachtet ist eine Schulhygienekontrolle seit Jahren immer nur angemahnt aber nicht durchgeführt worden. Auch jetzt gab es keine tatsächliche Kontrolle von Krankheitserregern oder Legionellen, aber immerhin „In-Augenschein-Name“ mit Fotodokumentation.

Nach Jahren der Untätigkeit also jetzt der Schlussbericht im Schulausschuss mit Herzblut vom Gesundheitsamt erstellt in erfreulich zielorientierter Kooperation der Schulen. Es geht um alte Pötte, die stinken, Legionellen in Trinkwasser, Erste-Hilfe-Räume, die als Lagerraum genutzt werden, es geht………….. um unsere Kinder. Kinder, die zum Teil den Schultag über „aushalten“, weil sie sich davor ekeln, die öffentlichen Schultoiletten zu benutzen. Natürlich sind es auch die Kinder, die Unordnung hinterlassen, Dreck machen und den Müll nicht in dafür vorgesehene Behälter entsorgen. Achtsames Verhalten in einer Umgebung, die so offensichtlich seitens der Verantwortlichen so gering geachtet wird, fällt schwer.

Es geht aber auch um Mütter und Väter, die selbst Hand anlegen, Lehrerinnen und Lehrer, die sensibilisieren und einen Schulträger, der nicht nur verantwortlich für die Gebäude und Sanitäranlagen ist. Andrea-Cora Walther: „Es kann nicht sein, dass Hygiene der freiwilligen Initiative der von Schule betroffenen Akteure überlassen ist.“ Es geht darum, an allen 58 Schulgebäuden ein System zu installieren, für das der Schulträger die Verantwortung übernimmt. Teile davon sind schon positiv umgesetzt worden: Reinigungsintervalle werden an die Bedürfnisse angepasst, zweimal tägliche Reinigung im Hygienebereich zukünftig auch an den weiterführenden Schulen, Musterhygienepläne, für alle einsehbare Putzpläne, Putzmaterial, Seifenspender, Papier-Handtücher, Luftgüteampeln.

Und irgendwann, wenn alle Sanitäranlagen an den Oberhausener Schulen dann saniert, alle Putzmittel vor Ort, alle notwendigen MitarbeiterInnen zu GesundheitshygieneinspektorInnen geschult worden sind, irgendwann haben dann auch die Fachleute der GesundheitsinspektorInnen stadtweit die Legionellen im Trinkwasser geortet und gezähmt. Sicher doch. Ein gigantisches Beschäftigungsprogramm.

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