Ehe für alle: Pressemitteilung der Gleichstellungsstelle Oberhausen

Im Folgenden finden Sie eine Pressemitteilung mit einem Statement zur Bundestagsentscheidung „Ehe für alle“ der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen:

Ehe für alle – Ein erfolgreicher Tag im Sinne der Gleichbehandlung

Die Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin des Büros für Chancengleichheit, Britta Costecki, befürwortet und stützt klar die heutige Entscheidung des Bundestages zur  Einführung der Ehe für alle. „Endlich ist der Weg geebnet für die völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare“ – so die erste Reaktion von Britta Costecki, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen, auf die Entscheidung des Bundestages auf den von Rot-Rot-Grün eingebrachten Gesetzesentwurf der Länder. „Lange Jahre schon währt diese Diskussion, von der eingetragenen Lebenspartnerschaft zu einem klaren Votum für die Ehe für alle zu kommen. Dies erforderte zielgerichtete und ausdauernde Arbeit sowie immer währenden Ansporn gegen alle Widrigkeiten, trotzdem weiterzumachen. Auch die Gleichstellungsstelle im Büro für Chancengleichheit hat sich seit Jahren das Ziel gesetzt, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen und weiter zu stützen, in dem Bürgerinnen und Bürger bedingungslos von ihrer sexuellen Orientierung oder sexuellen Identität ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können und auch die Einführung der Ehe für alle gehörte immer zu dieser Forderung“, so Costecki.
Dass es nun so schnell gekommen ist, überrascht und freut die Befürworter/innen gleichermaßen. Costecki: „Menschen, die gegenseitig Verantwortung für sich übernehmen und ihre Liebe mit der amtlichen Verbundenheit dokumentieren, sollten nicht in unterschiedliche Klassen eingeteilt werden. Die eingetragene Lebenspartnerschaft war ein erster Schritt. Aber einer, der immer noch die Benachteiligungen für Homosexuelle beispielsweise bei der Entscheidung für gemeinsame Kinder durch komplizierte und langwierige Adoptionsverfahren hervorrief. Diese Grundlage für die Gleichstellung und für eine Anerkennung der Liebe unabhängig von Geschlechtern ist nun gelegt und ich hoffe, dass dies durch gerichtliche Verfahren nicht in Abrede gestellt wird.“
Mit dem Gesetzesentwurf wurde auch die Verfahrensart zur Umwandlung der Lebenspartnerschaften in Ehen festgelegt, da hätte sich Britta Costecki mehr Automatismus gewünscht. „Warum müssen sich die Paare nun schon wieder vor dem Standesamt erklären, um die Umwandlung zu vollziehen? Dies hätte man durch eine Umwandlung der eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe kraft Gesetz auch einfacher haben können.“, so Costecki. Sie endet mit einem Schmunzeln: „Naja, dann können die Paare zumindest zum zweiten Mal ihre Hochzeit genießen und schön feiern!“

Die Pressemitteilung der Gleichstellungsstelle steht hier zum Herunterladen bereit.

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