Extraschicht auf dem John Lennon Platz

Die Bürgerliste Oberhausen steht für gelebte Bürgerbeteiligung. Daher unterstützt sie auch die aktuellen Entwicklungen auf dem John Lennon Platz. Am Wochenende kamen dort die Anwohnerinnen und Anwohner zusammen, um sich über die Zukunft des Platzes auszutauschen. Im Folgenden berichtet Andrea-Cora Walther:

Am Samstag, 24. Juni, treffen sich Nachbarin und Nachbar auf dem John Lennon Platz. Die Aufregung ist groß. Gab es doch bereits zwei Planungswerkstätten mit den Bürgerinnen und Bürgern im Jahr 2014. „Eckpunkte der zukünftigen Entwicklung auf Basis der Ergebnisse des Beteiligungsprozesses“ werden säuberlich von der Verwaltung dokumentiert. Dann entscheidet sich die Verwaltung für einen Investoren-Wettbewerb. Eine der Grundlagen für den Wettbewerb sind auch die Eckpunkte, als „ergänzende Kriterien aus der Bürgerbeteiligung“. Die Anwohnenden wollen, dass die geplante Bebauung im Bereich der Fläche des ehemaligen Hauses der Jugend konzentriert ist. Aber die Kriterien der BürgerInnen werden von der Verwaltung den Wettbewerbsteilnehmenden nicht als „zwingend“ an die Hand gegeben.

Ist es dann ein Wunder, wenn drei von fünf Wettbewerbersteilnehmenden sich nicht an diese Eckpunkte halten? Aber auch die Juroren prämieren einen Entwurf an erster Stelle, der sich einen Teufel um die Gestaltungswünsche der Bürgerinnen und Bürger schert. Und jetzt wird aus dem Wundern Aufregung, Verärgerung und Zorn. Wir Anwohnenden fragen uns natürlich, welchen Stellenwert haben die Bürgerwünsche, welche Bedeutung hat eine Platzierung in solch einem Wettbewerb? Eine weitere Bürgerbeteiligungs-Veranstaltung ist für die Zeit nach den Sommerferien angekündigt. Und schon jetzt können wir folgende gemeinsame Forderungen für den weiteren Prozess mit auf den Weg geben: Wir BürgerInnen und Bürger des Marienviertels rund um den John Lennon Platz fordern:

* eine Überplanung des gesamten Geländes inklusive des dringend veränderungsbedürftigen Parkbereiches hinter dem Ebertbad;

* keine Bebauung entlang der Sedanstraße, sondern ausschließlich im Bereich der   Fläche des ehemaligen Hauses der Jugend;

* Erhalt der Sichtachsen;

* Erhalt des Baumbestandes;

* Erhalt einer zusammenhängenden Freifläche von mindestens 50 %  der zu überplanenden Fläche.

Und uns allen ist klar, ohne ein angemessen großes Fußballfeld geht gar nichts. In diesem Sinne bleiben wir in gespannter Erwartung, des nächsten Bürgerbeteiligungstermins und werden unsere Wünsche mit der notwendigen Energie in den Prozess mit einbringen.

Andrea-Cora Walther für „wir sind oberhausen e.v.“

andrea-cora@stb-cora.de

Den gesamten Bericht gibt es hier zum Herunterladen.

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