AfD in der Fremde ganz fremd

Es sollte ein entspannt informativer Abend werden. „Die Fabrik K14 möchte in Fortsetzung ihrer Tradition, Hilfesuchende, Flüchtlinge und Asylsuchende unterstützen.“ Und die Theater-Collage „Zuvielcourage“ wollte einen bühnenreifen „Crashkurs in politischer Einmischung basierend auf dem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ bieten.

Und dann das. In dem fast 50-jährigen K14 – Traditionskneipe gegen Rassismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit, für Menschenrechte und Völkerverständigung: Der Vertreter der AfD Oberhausen als ungebetener Gast dieser öffentlichen Veranstaltung. „Herr“ Kempkes, auf das „Herr“ als Herrenmensch bestehend im Publikum mit Kladde und gezücktem Stift. Andrea-Cora Walther von der Bürgerliste hielt den Widerspruch nicht aus und benannte den „Herrn“ und stellte seinen Verbleib in Frage. Was auch immer AfD-VertreterInnen auf einer solchen Veranstaltung glauben, notieren zu müssen, wie auch immer „Herr“ Kempkes ganz persönlich zu Äußerungen von Höcke-Gauland-von-Storch-Petry-Pretzell-Weidel-Meuthen&Co steht und sich ggf. davon abgrenzt oder auch nicht, …. er ist in dieser Partei und muss sich die öffentlich geäußerten Ansichten anrechnen lassen, solange er sich nicht davon distanziert und die Partei verlässt. Dann aber kann er keinen Platz im K14 haben, keinen Platz in einer Präsentation, bei der es darum geht zu diskutieren, wie wir alle uns den populistischen Parolen im Alltag couragiert entgegenstellen können.

Das Hausrecht ließ es zu, „Herr“ Kempkes wurde gebeten, die Veranstaltung zu verlassen und kam dieser Bitte umgehend nach. Die anschließende Diskussion, ob das „undemokratisch“ ist, VertreterInnen einer nicht verbotenen Partei aus einer solchen Veranstaltung zu entfernen, endete einstimmig: auch die anwesenden BedenkenträgerInnen blieben der Veranstaltung treu und das eigentliche Ziel des Abends „Mut gegen Stammtischparolen“ zu fassen, konnte noch erfolgreich erreicht werden.

Andrea-Cora Walther l Bürgerliste Oberhausen

Gruppe im Rat der Stadt Oberhausen

Die Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden.

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